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Couponing – Kleine Gutscheine mit erhöhtem Sparsuchtfaktor
September 5, 2018

Bonusprogramme – viel sparen mit wenig Aufwand?

Sparfüchse

Die Sparfüchse Bonusprogramme

Sparfüchse
Du kennst Payback, Deutschlandcard und Co? Ja oder? Die kennt ja jeder. Immerhin wird man ja immer gefragt: „Haben Sie auch eine Payback Karte“? Aber hast du dir schonmal darüber Gedanken gemacht, wie viel du damit sparen kannst?

Und kennst du auch Cashback Systeme? Also Aklamio, Shoop und diverse andere?

Wir gehen in diesem Beitrag näher auf die Bonusprogramme ein.

Einer der nächsten Beiträge behandelt dann Cashback Systeme.

Wie funktionieren Bonusprogramme und was sollen sie bezwecken?

Bonusprogramme dienen eigentlich 2 Zwecken.
1. Erstens sollen Sie euch an den Händler binden. Sobald ihr in einem Bonusprogramm seid und etwas bei einem Händler kauft, der ebenfalls im Bonusprogramm ist, erhaltet ihr irgendeine Art von Boni. Diese könnt ihr dann gegen Prämien eintauschen oder ihr erhaltet ein Rabatt auf den nächsten Kauf.

2. Der zweite Zweck ist die Erhebung von Kundendaten. Bei der Registrierung müsst ihr teilweise personenbezogene Daten eingeben – Alter, Geschlecht, Adresse etc. Wenn ihr nun etwas kauft, hat der Inhaber des Bonusprogramms die Möglichkeit die gekauften Waren mit den personenbezogenen Daten zu verknüpfen und statistisch auszuwerten.

Wo gibt es überall Bonusprogramme?

Bonusprogramme sind mittlerweile ziemlich oft vertreten. Vom Dönerladen um die Ecke, bei dem ihr jeden 10ten Döner kostenfrei bekommt, bis hin zu Payback mit circa 500 Mitarbeitern und 600 Online Partnern, bei denen Ihr Punkte sammeln könnt. Unsere Internetrecherche hat ergeben, dass das erste moderne Bonusprogramm Ende der 1950er Jahre von Heinz Breuninger eingeführt wurde.
Dabei gibt es Unternehmen, deren Geschäftsmodell das Bonussystem ist – wie beispielsweise Payback – und andere Unternehmen deren Bonussystem nur eine Ergänzung zu Ihrem Geschäftsmodell ist (Kundenkarten von Peek & Cloppenburg, CineStar etc.)

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Wie viel kann man mit Bonussystemen sparen?

Das lässt sich leider pauschal nicht sagen. Daher haben wir mal die beiden bekanntesten Bonusprogramme rausgesucht und verglichen:

Payback:
DM pro 1€ Umsatz 1 Punkt --> Ergibt einen Maximalrabatt in Höhe von 1%
Rewe und Real pro 2€ Umsatz 1 Punkt --> Ergibt einen Maximalrabatt in Höhe von 0,5%
H&M pro 2€ Umsatz 1 Punkt --> Ergibt einen Maximalrabatt in Höhe von 0,5%

Deutschlandcard:
Esso pro 2€ Umsatz 1 Punkt --> Ergibt einen Maximalrabatt in Höhe von 0,5%
Edeka pro 2€ Umsatz 1 Punkt --> Ergibt einen Maximalrabatt in Höhe von 0,5%
Otto pro 2€ Umsatz 1 Punkt --> Ergibt einen Maximalrabatt in Höhe von 0,5%


Ihr seht also, der Rabatt ist gar nicht so wahnsinnig hoch. Teilweise gibt es bei den Rabattsystemen bestimmte zeitlich begrenzte Coupons. Damit könnt ihr dann ein x-faches der Punkte erzielen – das ergibt dann automatisch einen höheren Rabatt. Trotzdem erreicht ihr meistens einen höheren Rabatt, wenn ihr Produkte im Angebot kauft. Aber dafür gibt es bei Bonussystem den kleinen Rabatt auf alles – nicht nur auf Produkte im Angebot.

Was sind die Vorteile von Bonussystemen?

Das liegt ja eigentlich auf der Hand. Ihr bekommt Punkte und damit Rabatte. Und das meinen wir indirekt. Mit Rabatten ist nicht gemeint, dass das Produkt welches ihr kaufen wollt, direkt günstiger wird. Oftmals könnt ihr die Punkte entweder gegen Prämien eintauschen oder mit den Punkten beim nächsten Bezahlvorgang bezahlen.

Um dies Beispielhaft zu rechnen: Sagen wir mal ihr kauft jede Woche bei Real für 50€ ein. Damit erhaltet ihr pro Woche 25 Punkte. In einem Jahr sind das 1.300 Punkte. Dies entspricht 13€. Für diese 13€ könnt ihr dann beispielsweise bei DM einkaufen gehen. Wenn ihr zusätzlich noch Coupons nutzt und – grob angenommen – damit ihr jedes 4. mal eure Punkte verfünffachen könnt, kommt ihr auf 2.300 Punkte, also 23€.

Haben Bonussysteme auch Nachteile?

Mittlerweile sollten wir ja alle wissen: Wir bekommen nirgends etwas geschenkt. Auch bei den Bonussystemen nicht. Die durch die Nutzung des Bonussystems generierten Daten, werden von dem Bonussystemanbieter ausgewertet. Dadurch das ihr euch mit euren personenbezogenen Daten anmeldet, kann der Bonusanbieter ein ziemlich genaues Profil von euch erstellen. Fragen wie „Welche Altersgruppe kauft welche Prod
ukte“ und „Welche Produkte werden bei welchen Personengruppen zusammengekauft“ etc. lassen sich damit einfach beantworten. Damit lassen sich Vertrieb und Marketing des Anbieters wesentlich verbessern. Das sollte man zwingend beachten, wenn man sich dort anmeldet – und den Datenschutzbestimmungen zustimmt. Inwiefern diese Daten an dritte weitergegeben werden, kann hier nicht allgemein beantwortet werden. Ob und in welcher Form eine Weitergabe an Dritte stattfindet, solltet ihr daher immer in den Datenschutzbestimmungen nachlesen!
Zudem lässt man sich durch Bonussysteme leichter beeinflussen. Die vergebenen Rabatte verleiten dazu, eher mehr zu kaufen – besonders mit dem Wissen „ich bekomme ja auch Rabatte auf die Produkte“. Das diese Rabatte rechnerisch gar nicht so hoch sind, ist vielen nicht bewusst. Zudem gehen Käufer/innen zu dem Einzelhändler, der Mitglied im Rabattsystem ist – „Nein, da kaufe ich nicht ein, da bekomme ich ja keine Rabatte“. Jedoch werden die eigentlich verlangten Preise nicht zwingend immer verglichen. Trotz der Tatsache, dass ein Einzelhändler nicht am Rabattsystem teilnimmt, können die Produkte günstiger sein.

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Sollte man sich zu Bonussystemen anmelden?

Wie groß diese Nachteile sind und ob die Vorteile dies aufwiegen, muss jeder für sich selber entscheiden. Besonders bei der Verarbeitung der Daten gibt es unterschiedlichste Meinungen. Daher würden wir zu folgendem raten:

1. Habt ihr ein Problem damit, dass eure Daten verarbeitet und eventuell weitergegeben werden? Ihr nutzt sowieso aktiv soziale Netzwerke wie Facebook und Instagram? Dann sollte die Datenverarbeitung ethisch für euch keine Probleme darstellen. Ihr meidet soziale Netzwerke und seit dem Thema eher kritisch gegenüber eingestellt? Dann lasst das mit den Bonussystemen. So oder so: Lest euch auf jeden Fall die Datenschutzbestimmungen durch!

2. Ihr habt euch dazu entschieden Bonussysteme zu nutzen? Dann nutzt Sie und zwar konsequent. Für Gelegenheitsnutzer macht das alles keinen Sinn. Teilweise verfallen die Punkte sogar, wenn ihr das System nicht nutzt.

3. Schaut euch nach Coupons um. Jedes mal bevor ihr die Bonuskarte scannt, schaut ihr vorher ob es Coupons gibt, die euch einen Punkteboost geben.

4. Passt auf, dass ihr nicht Punkteblind werdet! Vergleicht auf jeden Fall die Preise. Auch bei Einzelhändlern, die kein Bonussystem nutzen. Durch alternative Rabattaktionen (Schlussverkäufe, gebrauchte Ware, Sonderangebote etc.) sind teilweise erheblich größere Rabatte möglich.

Wir hoffen wir konnten euch mit dem Beitrag etwas helfen und zudem Licht ins Dunkle bringen. Wie versprochen, handelt einer der nächsten Beiträge dann von dem Thema Cashback. Freut euch drauf!

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1 Kommentar

  1. Karolin Löwe sagt:

    Danke für die Aufklärung. Ich steige einfach nie wirklich hinter all die verschiedenen Möglichkeiten sich tausend Karten machen zu lassen. Sei es Payback oder sonstiges. Dann gibt es noch Mehrfachpunkte hier und da.. Euer Beitrag war sehr hilfreich!

    Grüße

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