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die Sparfüchse Girokonto

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Die letzten Monate und Jahre hat ein Thema immer wieder den Weg in die Öffentlichkeit gefunden. Wie es sicherlich schon die Überschrift dieses Beitrages erkennen lässt, handelt es sich dabei um das Thema Bankkonto und Kontogebühren. So viele verschiedene Kontoanbieter und Kontomodelle es gibt, so scheint es aktuell, gibt es mittlerweile noch mehr Gebührenarten und kostenpflichtige Leistungen.
Wir möchten zu Beginn dieses Beitrages aber auch ganz klar festhalten, dass auch Banken für Ihre Leistungen bezahlt werden müssen. Und dabei gilt natürlich auch für Banken grundsätzlich das Prinzip der freien Marktwirtschaft. Sie können eine bestimmte Leistung anbieten und eigenständig bestimmen, welche Kosten sie dafür ansetzen. Dennoch steht es uns als Verbraucher doch völlig frei zu entscheiden, welchem Kreditinstitut wir unser Vertrauen schenken möchten.

Die Gründe die für einen Kontowechsel in Frage kommen sind vielfältig. Wir denken, dass folgende Gründe für deinen Kontowechsel in Frage kommen könnten:
 
  1. Du zahlst zu hohe Gebühren bzw. dein aktuelles Konto kostet einfach zu viel
  2. Du hast schlechte Erfahrungen mit dem aktuellen Kreditinstitut gemacht
  3. Du erhältst kaum Zinsen für dein Guthaben (auch die Beratung über Alternativen in der aktuellen Niedrigzinsphase kommt zu kurz)
  4. Du findest keinen kostenfreien Bankautomaten in deiner Nähe
  5. Auch wenn es Dispozinsen eh zu vermeiden gilt, zahlst du bei deiner aktuellen Bank einfach unglaublich hohe Zinsen, falls du dein Konto für mehrere überziehst
  6. Du bist privat und / oder beruflich viel unterwegs. Du kaufst gerne im Internet ein und versucht hier einige Schnäppchen zu bekommen. Für eine Kreditkarte musst du aktuell aber viel zahlen.
  7. Weil ein Wechsel dank einer Gesetzesänderung von September 2016 durch die Banken unterstützt werden muss
 
Bei der im letzten Punkt angesprochenen Gesetzesänderung geht es um das Zahlungskontengesetz (ZKG). Hiermit wird die EU-Richtlinie 2014/92/EU (Zahlungskontenrichtlinie ZKRL) auch in Deutschland umgesetzt. Seit dem 18. September 2016 müssen alle Banken in der Europäischen Union einen Girokontowechsel-Service anbieten (§§ 20 bis 26 des ZKG). Aber Achtung, nicht zwingend muss dieser Wechselservice kostenlos sein! Deshalb gilt wie auch sonst immer und überall, auch das „Kleingedruckte“ zu lesen und sich richtig zu informieren.

Was bei diesem Wechselservice von der alten und deiner neuen Bank zu erfüllen ist kannst du am Ende unseres Artikels nachschauen.

Wie teuer darf mein Girokonto denn sein?

In einem aktuellen Bericht von "Finanztest" gibt es dazu folgenden Rat: "Wer mehr als 60 Euro im Jahr - die Kosten für die Kreditkarte nicht eingerechnet - für sein Girokonto ausgibt, sollte sich ein neues Konto suchen." Natürlich ist es nicht einfach eine Grenze zu setzen, ab wann ihr etwas intensiver über einen Kontowechsel nachdenken solltet. Wichtig bei der Betrachtung der jährlichen Kosten ist im ersten Schritt, die Kosten des aktuellen Kontomodells überhaupt zu kennen. Ich glaube auch du kannst nicht direkt auf Anhieb sagen, welche Leistungen deines Girokontos wie viel Geld tatsächlich kosten. So können neben festen monatlichen Kosten, auch abhängig von der Kontonutzung unterschiedlich hohe Kosten anfallen. In der nachfolgenden Auflistung sind die wichtigsten Kosten unsererseits dargestellt:
 
  • Monatliche Kontoführungsgebühren
  • Gebühren für beleglose oder beleghafte Zahlungen
  • Kosten für Onlinebanking Aufträge
  • Kosten für die Einrichtung oder Änderung von Daueraufträgen
  • Gebühren für Girokarten
  • Gebühren für Barauszahlungen
  • Auszahlung / Erstellung von Schecks
 

Nicht nur auf die Kosten sondern unbedingt auch auf die Leistungen achten!

Eine gute Nachricht zuerst: JA, es gibt die Möglichkeit eines kostenlosen Girokontos. Auch wir, die Sparfüchse.de nutzen schon jetzt die Möglichkeit eines kostenlosen Girokontos. Doch dabei gehen wir auch einige Kompromisse, die speziell für uns völlig akzeptabel sind, ein. Die Nutzung eines kostenfreien Girokontos ist heutzutage fast nur noch dann möglich, wenn diese online erfolgt. Deshalb gilt es unbedingt darauf zu achten die eigenen Wünsche an ein Girokonto zu kennen und beim Kontovergleich zu beachten.

Nicht jeder möchte seine Finanzen ausschließlich online steuern. Bist du eher der Typ, der die persönliche Beratung am Schalter genießt? Dann müssen wir dir hier auch ganz klar sagen, dass du diese Leistungen auch bezahlen musst. Denn sind wir mal ehrlich, auch wir möchten für unsere Arbeit bezahlt werden. Ein Kontovergleich kann aber auch für dich nützlich sein.

Welche Vergleichsmöglichkeiten gibt es?

Wir sehen aktuell eigentlich nur zwei Wege das passende Konto zu finden.

Entweder kannst du so vor gehen, dass du direkt bei den einzelnen Banken nach einem passenden Konto suchst. Oder aber du überlässt die Arbeit einer Vergleichsseite. Der Vorteil dabei ist, dass du die einzelnen Anbieter und Ihre Kontomodelle direkt miteinander vergleichen kannst. Zudem hast du die Möglichkeit, über Filterfunktionen und Suchkriterien den Vergleich nach deinen Wünschen anzupassen. Probiere den unverbindlichen Vergleich doch einfach mal aus! 😉

Wir können dafür die folgende Seite empfehlen:

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Bei dem Girokontovergleich musst du gar nicht viele Informationen parat haben! Diese 4 Infos reichen schon aus um den Vergleich zu starten:

 
  • Dein monatlicher Geldeingang (Je nachdem wie viel Geld monatlich auf dein Girokonto eingeht, gibt es unterschiedliche Angebote der verschiedenen Banken. Grundsätzlich werden die Angebote dabei umso besser je höher deine Zahlungseingänge sind…)
  • Dein durchschnittlicher Kontostand (Auch hier gibt es Anbieter, die ein kostenloses Girokonto erst ab einem regelmäßigen Mindestkontostand anbieten. Trage bei dem Vergleich aber natürlich trotzdem realistische Werte ein um nicht später doch böse überrascht zu werden!)
  • Berufsgruppe (Einfach die entsprechende zutreffende Berufsgruppe auswählen)
  • Zuletzt kannst du noch wählen, ob du eine Kreditkarte wünscht oder nicht (Gerade wenn du beruflich oder privat viel unterwegs bist, solltest du dir darüber Gedanken machen)
 
Nachdem zu alle Daten eingetragen hast kannst du den Vergleich starten. Im Anschluss erhältst du eine Liste mit Angeboten und den jeweiligen Erträgen bzw. Kosten (Diese Info findest du in der letzten Spalte). Als letztes hast du die Möglichkeit maximal 4 Angebote nochmal im Detail zu vergleichen und dann im Anschluss das passende Angebot für dich auszuwählen.

Wer hilft mir eigentlich bei einem Wechsel?

Bevor du dich in den Kontovergleich stürzt, wollen wir dir zum Schluss noch Informationen zum wohl wichtigsten Schritt eines Kontowechsels liefern. Denn im Gegenteil zum Stromanbieterwechsel (hier unser Beitrag zum Stromanbieterwechsel), Mobilfunkanbieterwechsel (hier unser Beitrag zum Mobilfunkanbieterwechsel) etc. benötigst du bei einem Kontowechsel offen gesprochen wohl ein bisschen mehr Zeit!

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten einen Kontowechsel durchzuführen:

1. Du kannst alle bestehenden regelmäßige Zahlungen überprüfen und selbstständig deine neue Kontodaten hinterlegen (z.B. bei deinem Arbeitgeber, für deine Versicherungen, alle Daueraufträge uvm.)

2. Du nimmst einen (teilweise leider kostenpflichtigen) Wechselservice in Anspruch


Bei einem Wechselservice beauftragst du dein neues Kreditinstitut z.B. damit, dein altes Konto zu schließen. Zudem fordert es Informationen über dein altes Konto an um z.B. Daueraufträge und Lastschriften zu übernehmen. Dein alter Anbieter hat dabei fünf Geschäftstage Zeit um diese Informationen aus den letzten 13 Monaten an die neue Bank und dich zu übermitteln. Nach Eingang dieser Liste muss deine neue Bank innerhalb von fünf Tagen alle gewünschten Daueraufträge einrichten und deine Zahlungspartner z.B. deinen Arbeitgeber über den Bankwechsel informieren.

Der Wechselservice der Bank wird in letzter Zeit aber oftmals auch komplett online abgewickelt. Dabei hilft vielen Banken eine Softwarelösung der fino digital GmbH. Bei dieser Umzugshilfe meldest du dich mit deinem Onlinebanking-Account des bisherigen Kontos im jeweiligen Kontowechselservice der neuen Bank an. Die Software analysiert auf Basis deiner Kontobewegungen (Einzahlungen und Auszahlungen) alle Zahlungspartner und Daueraufträge. Die Software nimmt dir vor allem damit Arbeit ab, indem sie die Kontaktdaten der Zahlungspartner automatisch erfasst, vervollständigt und auflistet. Diese Auswahl kann dann von dir nochmal kontrolliert und bei Bedarf verändert oder vervollständigt werden. Nachdem du dann alles überprüft hast, gibst du die Daten frei womit alle relevanten Zahlungspartner automatisch und ohne Papierkram informiert werden.

Ein kleiner Wermutstropfen sind bei dieser Lösung deine Daueraufträge. Sie werden leider nicht automatisch übernommen. Du erhältst aber eine Übersicht, mit der du im Onlinebanking der neuen Bank schnell alle Daueraufträge wieder einrichten kannst.

Fazit: Noch vor einiger Zeit war ein Kontowechsel mit enorm hohen Aufwand und viel Zeit und Mühe verbunden. Dank der Digitalisierung und der im Beitrag beschriebenen Gesetzesänderung haben wir diese Zeit aber längst hinter uns gelassen! Also ärgere dich nicht länger über zu hohe Kosten oder schlechten Service! Nur ein Klick weit entfernt, lässt sich ein neuer Anbieter finden der sich bestimmt über dich freuen wird! 😉

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